Internetabhängigkeit – Ins Netz gegangen

Autor:
Linden-Ambulanz für Psychotherapie
13.02.2026

Dass die Anzahl der Menschen, die ein regelrechtes Suchtverhalten in Bezug auf das Internet entwickeln, stetig ansteigt, ist keine Neuigkeit. Was das jedoch gerade für die Jüngsten unserer Gesellschaft für Implikationen hat, stellt die Pädagogik und Psychologie vor neue Herausforderungen.

Internetsucht als neues Phänomen

Die Internetabhängigkeit, auch als Internetsucht oder Online-Sucht bezeichnet, ist ein relativ neues Phänomen. Betroffene verbringen exzessive Zeit im Internet und vernachlässigen dabei wichtige Lebensbereiche wie Arbeit, Schule, Familie oder Freundschaften.

Besonders gefährdet: Jugendliche und junge Erwachsene

Junge Menschen sind besonders anfällig für Internetabhängigkeit. Ihr Gehirn befindet sich noch in der Entwicklung, was sie empfänglicher für Suchtverhalten macht. Gleichzeitig sind sie die ersten, die mit dem Internet als selbstverständlichem Teil des Alltags aufwachsen.

Warnsignale einer Internetabhängigkeit

Anzeichen für eine problematische Internetnutzung: - Kontrollverlust über die Nutzungszeit - Vernachlässigung von Pflichten und sozialen Kontakten - Körperliche Beschwerden (Schlafmangel, Rückenschmerzen) - Entzugserscheinungen bei Internetverzicht - Heimliche Nutzung und Lügen über das Nutzungsverhalten

Verschiedene Formen der Internetabhängigkeit

Die Internetsucht kann verschiedene Formen annehmen: - Gaming-Sucht (Online-Spiele) - Social Media Sucht - Online-Pornografie-Sucht - Online-Shopping-Sucht - Informationssucht (ständiges Suchen und Lesen)

Behandlungsmöglichkeiten

Internetabhängigkeit ist behandelbar. Verhaltenstherapeutische Ansätze haben sich als besonders wirksam erwiesen. Ziel ist nicht der vollständige Verzicht auf das Internet, sondern der Erwerb von Kontrollfähigkeiten für einen gesunden Umgang mit digitalen Medien.

Frühe Intervention ist wichtig, um langfristige Schäden in der Entwicklung junger Menschen zu vermeiden. Eltern und Lehrer sollten frühzeitig auf Warnsignale achten und bei Bedarf professionelle Hilfe suchen.

Schlagworte:
Sucht

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Gruppenfoto von 15 Personen, die an einem Tisch mit Essen und Getränken in einem hellen Raum mit Pflanzen sitzen.
Team Psychotherapie-Praxis