Depressionsbehandlung
Wenn Antrieb, Freude oder Hoffnung fehlen
Depressive Symptome können sich sehr unterschiedlich zeigen. Manche Menschen fühlen sich über längere Zeit niedergeschlagen oder innerlich leer. Andere erleben vor allem Erschöpfung, Rückzug, weniger Interesse an Dingen, die früher wichtig waren, oder das Gefühl, kaum noch Kraft für den Alltag zu haben. Oft kommen Grübeln, Selbstzweifel, Schuldgefühle oder ein hoher innerer Druck dazu. Auch Schlaf, Konzentration, Appetit oder körperliches Wohlbefinden können sich verändern. Burnout oder chronische Erschöpfung können ähnlich belastend sein besonders dann, wenn Erholung nicht mehr gelingt und selbst kleine Aufgaben überwältigend wirken.
In der Linden-Ambulanz bieten wir Begleitung und Behandlung bei depressiven Episoden, Burnout und chronischer Erschöpfung an. Sie müssen nicht „erst schlimmer dran“ sein, um Hilfe in Anspruch zu nehmen. Im Mittelpunkt steht ein respektvoller, sicherer Rahmen, in dem wir gemeinsam verstehen, was gerade passiert und was Sie im Moment am meisten entlasten kann. Dabei ist uns wichtig: Depression ist keine Frage von Willenskraft. Wenn es schwer ist, ist es schwer. Unterstützung kann dabei helfen, wieder mehr Stabilität und Struktur zu finden.

Häufige Symptome
Niedergeschlagenheit
Interessenverlust
Antriebsmangel
Erschöpfung
Schlafprobleme
Grübeln
Konzentrationsprobleme
Diese Begriffe beschreiben häufige Themen im Zusammenhang mit depressiven Episoden, Burnout oder anhaltender Erschöpfung. Nicht alle Symptome müssen zutreffen, und nicht jede Erschöpfung bedeutet automatisch eine Depression. In der Behandlung geht es darum, Ihre Beschwerden ernst zu nehmen, sie gemeinsam einzuordnen und die nächsten Schritte so zu planen, dass sie zu Ihrer Situation passen. Dabei schauen wir sowohl auf Belastungen als auch auf das, was Ihnen grundsätzlich Stabilität geben kann.
Wir unterstützen Sie dabei, Muster und Auslöser besser zu verstehen, Entlastung im Alltag zu ermöglichen und hilfreiche Strategien aufzubauen. Das kann zum Beispiel bedeuten, den Tagesrhythmus wieder etwas zu festigen, Überforderung früh zu erkennen, Grenzen zu stärken, den Umgang mit Grübeln zu verändern und Selbstfürsorge ohne Druck aufzubauen. Wenn weitere Hilfen sinnvoll sind, besprechen wir das transparent und begleiten Sie bei Bedarf bei der nächsten Orientierung.
Ihre Anfrage
Wem hilft Neurofeedback?
Für einige psychische und neurologische Beschwerdebilder gibt es wissenschaftliche Hinweise darauf, dass Neurofeedback unterstützen kann. Dazu zählen unter anderem Aufmerksamkeits- und Konzentrationsprobleme wie bei ADHS, bestimmte Kopfschmerzformen wie Migräne sowie depressive Beschwerden. Ob Neurofeedback in Ihrem Fall sinnvoll ist, klären wir gemeinsam im Gespräch anhand Ihrer Ziele und Ihrer aktuellen Situation.
ADHS ist eine Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung, die sich auch in Verhaltensauffälligkeiten zeigt. Als Hauptursachen werden eine zentrale Regulationsstörung im Gehirn und eine gestörte Informationsverarbeitung zwischen den verschiedenen neuronalen Netzwerken vermutet. Neurofeedback kann hier unmittelbar an der Ursache der Erkrankung ansetzen.
Die Betroffenen erlernen durch Neurofeedback die gezielte Selbstregulation der eigenen Gehirnaktivität und können so Symptome positiv beeinflussen und damit die Herausforderungen des Alltags besser meistern.
Neurofeedback ist eine wissenschaftlich bestätigte, nicht medikamentöse Option zur Behandlung von ADHS. Ganz besonders effektiv ist das Training der Impulskontrolle über das SCP-Training. In Studien zeigte sich, dass Neurofeedback die gleiche Effektstärke wie Methylphenidat (Ritalin) hat, welches oftmals zur Behandlung von AD(H)S eingesetzt wird. Nur bei Hyperaktivität scheint Methylphenidat überlegen. Die Effekte von Neurofeedback waren jedoch nach einem Jahr noch nachweisbar, wohin gegen dies bei Methylphenidat nicht mehr der Fall war.
In Deutschland wird Neurofeedback in der S3-Leitlinie zur ADHS-Behandlung angeführt.
Angststörungen sind einer der häufigsten psychischen Störungen bei Erwachsenen. Diese treten mit unterschiedlichen körperlichen und psychischen Symptomen auf, die als sehr unangenehm und beeinträchtigend empfunden werden.
Bei den meisten Angststörungen liegt eine Fehlregulierung des Erregungszustands des Nervensystems vor, Betroffene zeigen ein erhöhtes Erregungsniveau, insbesondere in Verbindung mit dem angstauslösenden Reiz.
Neurofeedback kann hier ansetzen, um ein Überschießen des Erregungszustands zu verhindern und das Nervensystem zu stabilisieren.
Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) zählen zu den tiefgreifenden Entwicklungsstörungen und sind mit Veränderungen der neuronalen und psychischen Entwicklung verbunden. Betroffene haben ein erhöhtes Risiko an psychischen Störungen wie Angststörungen, ADHS oder Depressionen zu erkranken, die wiederum Autismus spezifische Symptome verstärken können.
Betroffene können mithilfe des Neurofeedbacks lernen, ihr Verhalten besser zu kontrollieren. Erste Studien belegen, dass Neurofeedback die Kernsymptome wie repetitive Verhaltensweisen, soziale Isolation und Defizite in der Sprachentwicklung positiv beeinflussen kann.
Die Behandlung gleichzeitig auftretender, psychischer Störungen mit verhaltenstherapeutischen Methoden und dem Neurofeedback ist daher empfehlenswert.
Die mit Burn-Out verbundenen Symptome wie Erschöpfung, Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme und Nervosität können mithilfe von Neurofeedback reduziert werden.
Oftmals fühlen sich Betroffene nicht mehr fähig, Leistung zu erbringen. Auch wenn kein ausgeprägtes Vollbild vorliegt, kann Neurofeedback zur Prävention genutzt werden.
Mit dem Training lernen Betroffene Anspannung zu reduzieren und ihre Entspannungsfähigkeit zu verbessern.
Schmerzen, die länger als drei Monate anhalten und deren Ursache als geheilt gilt, werden als chronische Schmerzen bezeichnet. Chronische Schmerzen haben ihre Warnfunktion verloren und gehen mit einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität einher.
Sie werden oft von anderen Beschwerden begleitet wie Schlafstörungen, erhöhter Reizbarkeit und depressiven Symptomen. Mit der Zeit baut sich zudem ein Schmerzgedächtnis auf, so dass bereits leichte Reize Schmerzen auslösen können.
Da die Hirnaktivität in der Ruhephase bei chronischen Schmerzpatienten verändert ist, kann hier das Neurofeedback ansetzen. Fehlregulierte Hirnaktivität kann normalisiert und stabilisiert werden. Somit kann Neurofeedback, die in der Regel sehr komplexe Schmerztherapie, ergänzen.
Eine besondere Form chronischer Schmerzen stellt die Migräne dar.
Depressive Störungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Betroffene leiden unter gedrückter Stimmung, mangelnder Freude, Antriebs- und Interessenlosigkeit und reduziertem Selbstwertgefühl. Wiederholtes Grübeln und Gedankenkreisen sind weitere häufige Symptome.
Depressionen können mit einer unzureichenden Aktivierung bestimmter Netzwerke im Gehirn einhergehen, insbesondere derjenigen, die bei der Regulierung von Emotionen, Stimmung und Exekutivfunktionen (wie bspw. Aufmerksamkeits- und Konzentrationfähigkeit) beteiligt sind. SCP-Neurofeedback kann dazu beitragen, diese Netzwerke gezielt zu aktivieren und zu trainieren, um ihre Funktion zu verbessern.
Epilepsie stellt eine schwerwiegende, neurologische Erkrankung dar. Epileptische Anfälle treten aufgrund unzureichender Hemmung kortikaler Erregung des Gehirns auf. Neurofeedback kann Betroffenen dabei helfen, die kortikale Erregbarkeit direkt zu beeinflussen und dadurch die Häufigkeit der Anfälle zu reduzieren und gegebenenfalls sogar anfallsfrei zu werden.
Gerade bei Betroffenen, die nur unzureichend medikamentös eingestellt werden können, bietet das SCP-Neurofeedback eine zusätzliche Behandlungsform. Dabei lernen Betroffene die langsamen kortikalen Potenziale (SCP) in eine elektrisch positive Richtung zu verschieben, so dass epileptische Anfälle unwahrscheinlicher werden. Zusätzlich können durch SCP-Training bestimmte, mit Epilepsie verbundene, kognitive Abbauprozesse verhindert werden.
Die Binge-Eating-Störung ist durch immer wiederkehrende, exzessive Essanfälle gekennzeichnet. Betroffene haben das Gefühl keine Kontrolle mehr über ihr Essverhalten zu haben. Betroffene haben somit zusätzlich ein erhöhtes Adipositas-Risiko. Im Gegensatz zu anderen Essstörungen wie Bulimie, werden keine Kompensationsstrategien, wie Erbrechen, eingesetzt, die eine Gewichtszunahme verhindern sollen.
Neuere Studien zeigen veränderte Gehirnwellenmuster bei Betroffenen, die u.a. mit reduzierter Impulskontrolle in Zusammenhang stehen. Durch Training der Selbstkontrolle der langsamen kortikalen Potentiale kann dieses Störungsbild positiv beeinflusst werden und die Essattacken deutlich reduziert werden. Somit kann das Neurofeedback zusätzlich als Therapiemethode in die bereits bestehende Therapie integriert werden.
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