Schematherapie-Gruppe
Schemata und Modi verstehen – Schematherapie in der Gruppe hilft
Was ist Schematherapie?
Die Schematherapie wurde von Jeffrey E. Young entwickelt und gehört zursogenannten "dritten Welle" der kognitivenVerhaltenstherapie. Sie ergänzt die klassische Verhaltenstherapiedurch Ansätze aus anderen Therapieformen, wie dertiefenpsychologisch-orientierten Therapie und Gestalttherapie.
Im Zentrum der Schematherapie steht das Erkennen, Verstehen und Bearbeiten lebensgeschichtlich erworbener Schemata – tiefverankerter Muster, die unser Denken, Fühlen und Handelnbeeinflussen. Mithilfe emotionsfokussierter Techniken werden diese Schemata sichtbar gemacht und können schließlich bearbeitet werden.Eine zentrale Rolle spielen dabei auch sogenannte Modi. Sie beschreiben das aktuelle Erleben einer Person (Gedanken, Gefühle, körperliche Reaktionen und Handlungsimpulse), das in einer konkreten Auslösesituation aktiviert wird. Die Schematherapie hilft, diese Modi besser zu verstehen und konstruktiv mit ihnen umzugehen, um langfristig günstigere Verhaltens- und Beziehungsmuster zu entwickeln.
Warum Schematherapie in der Gruppe?
Eine Gruppentherapie bietet eine besondere Dynamik und wertvolle Möglichkeiten, u.a.:
Gemeinschaft erleben – Die Erfahrung, dass andere ähnliche Herausforderungen meistern, schafft ein Gefühl der Verbundenheit.
Neue Einsichten – Austausch und Feedback von anderen Teilnehmenden eröffnen oft neue Blickwinkel.
Sich ausprobieren – Die Gruppe bietet einen geschützten Raum, um neue Verhaltensweisen auszuprobieren und Beziehungsmuster zu reflektieren.
Übung in Beziehungen – Die Gruppe ist ein geschützter Raum, um zwischenmenschliche Dynamiken zu erleben und neue, gesunde Verhaltensweisen einzuüben.
Die Gruppensitzungen bilden den Schwerpunkt der Therapie und finden wöchentlich statt. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, in etwas größeren zeitlichen Abständen ergänzend Einzeltherapiesitzungen zu nutzen. Diese bieten die Gelegenheit, Inhalte aus der Gruppentherapie individuell zu vertiefen und zu bearbeiten.
Kontraindikationen für die Teilnahme an der Schematherapie-Gruppe
Leider ist eine Teilnahme nicht möglich bei:
Gemeinschaft erleben
- akuten Störungsbildern (z. B. starkem Untergewicht bei Anorexie, akuter Suizidalität)
- psychotischen Symptomen.
- starkem Substanzmittelmissbrauch oder -abhängigkeit
- einem IQ unter 80 oder mangelnden Sprach- und Lesefähigkeiten
In diesen Fällen ist in der Regel ein anderes Therapieprogramm geeigneter.
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